
Ido in Autismland
von Ido Kedar
In Ido in Autismland gibt Ido Kedar einen persönlichen Einblick in die Innenwelt eines Menschen mit schwerem, zunächst nonverbalem Autismus. In zahlreichen kurzen autobiografischen Essays schildert er seine Erfahrungen, seine emotionale Entwicklung und die Schwierigkeiten, die daraus entstanden, dass andere Menschen seine Fähigkeiten und sein Verständnis lange unterschätzten. Während seiner Kindheit war Ido in seinen Möglichkeiten zur Kommunikation stark eingeschränkt und konnte kaum zeigen, dass er seine Umwelt und seine Mitmenschen verstand.
Im Alter von sieben Jahren gelang es ihm erstmals, seine vorhandenen kognitiven Fähigkeiten sichtbar zu machen. Über ein Buchstabenbrett und später mithilfe eines iPads entwickelte er eine zuverlässige Form der Kommunikation. Dadurch konnte er seine Gedanken und Gefühle ausdrücken und schließlich eine reguläre Highschool besuchen.
Ido setzt sich kritisch mit gängigen Vorstellungen über schweren Autismus sowie mit verschiedenen Therapie- und Förderansätzen auseinander. Besonders wichtig ist ihm die Botschaft, dass seine Entwicklung kein Einzelfall sein müsse: Viele Menschen mit schwerem Autismus könnten über ein weitaus größeres Verständnis und intellektuelles Potenzial verfügen, als sie aufgrund ihrer eingeschränkten Motorik und Kommunikation zeigen können. Das Buch fordert daher dazu auf, die Fähigkeiten nonverbaler autistischer Menschen neu zu betrachten und ihnen bessere Möglichkeiten zur Kommunikation und Teilhabe zu eröffnen.
In englischer Sprache
